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F. Hölderlin »Hyperion«

In den Jahren 1797 bis 1799 entstand unter Friedrich Hölderlins Hand der Briefroman »Hyperion oder der Eremit in Griechenland«. Seine zwei großen Themen sind die Utopie eines kommenden, freieren Zeitalters und die Liebe zum Schönen, das sich Hölderlins Protagonist Hyperion in der Harmonie der Natur und seiner Geliebten Diotima zeigt.

Diotima, die denselben Namen trägt wie Sokrates’ Lehrerin in Platons Dialog vom Eros, dem »Symposion«, stiftet Hyperion und einige Freunde zu einer Seereise nach Athen an. Unterwegs, auf See, beginnt Hyperion seine Rede über die Athener. Im athenischen Volk sieht Hyperion sein Menschen- und Staatsideal verwirklicht. Er legt dar, wie Menschliches und Göttliches zueinander gehören, wie Kunst, Religion, Philosophie und Dichtung zusammenspielen und dass die Philosophie ihren Gipfelpunkt nur erreichen kann, wenn »wie der Maitag in des Künstlers Werkstatt, dem Verstande die Sonne des Schönen« scheint.

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Literaturhinweis:
Hölderlin, Friedrich: Sämtliche Gedichte und Hyperion, Frankfurt a. M. 2001.


9. März 2006, 15:15 von Fee

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